Simyo macht Werbung auf dem Vodafone-Hochhaus


02 02 2010
Schon vor etwa zwei Wochen, in der Nacht vom 22. Januar auf den 23. Januar, hat der Mobilfunkanbieter simyo mit einem Beamer eine riesengroße simyo-SIM-Karte inklusive eines passenden Werbeslogans auf das am Düsseldorfer Rheinufer gelegene Vodafone Hochhaus geworfen.

Die Reaktion von Vodafone kam natürlich promt, allerdings nicht wie man erwarten könnte per Anwalt, sondern über einen Blog-Eintrag. Dort genehmigte man nachträglich die unerlaubte Nutzung der Hochhausfassade als Werbefläche, brachte aber gleichzeitig die Anregung ein, das simyo doch einen Teil der gesparten Werbekosten an das von der Vodafone Stiftung geförderte Projekt Off Roads Kids spenden könne. Dieser Aufforderung kam simyo gerne nach und überwies 2500 Euro an die Off Road Kids.



Wirklich eine Klasse Aktion und vor allem die Reaktionen der beiden Wettbewerber lassen einen nur den Hut ziehen. Sollten sich viele kleine Abmahner mit ihren Abmahn-Anwälten hinter die Ohren schreiben, denn was haben simyo und Vodafone (und natürlich auch das Projekt Off Road Kids) davon? Positive PR und eine wahrscheinlich nicht unerhebliche Menge an neuen Backlinks auf ihre Seiten - so wie in diesem Beitrag.

Bericht bei Simyo: Simyos nachbarschaftliche Grüße an Vodafone
Reaktion von Vodafone: Chapeau simyo
Reaktion von simyo: Chapeau Vodafone



Osterei bei der Google-Suche nach Ascii-Art


24 01 2010
Ein nettes Osterei hat man bei Google versteckt. Bei der Suche nach Ascii Art bekommt man das Google Logo neben dem Suchfeld - passend zum eingegebenen Suchbegriff - in Ascii-Art angezeigt.

Google Logo in ASCII-Art

Was ist ASCII-Art?


Der englische Begriff ASCII-Art (zu deutsch ASCII-Kunst) ist eine spezielle Kunstrichtung, die mit den Zeichen des ASCII-Zeichensatzes kleine Piktogramme oder ganze Bilder darzustellen versucht. Besonders in früheren Jahren als Rechner nur über textbasierte Oberflächen verfügten, also keine Grafiken darstellen konnten, war ASCII-Art die einzige Möglichkeit annähernd grafische Darstellungen zu simulieren. Ein Beispiel eines ASCII-Art Bildes kann man hier sehen:

Homer Simpson ASCII Art



Mozilla Thunderbird Version 3


10 01 2010
Schon seit einigen Tagen ist das Open-Source Mailprogramm Mozilla Thunderbird in der Version 3 erhältlich. Dem Donnervogel wurden nicht nur einige Sicherheitslücken gestopft und einige kleine Verbesserungen gegönnt, nein - man hat das Programm gleich komplett überarbeitet. Und nach gut 10 Tagen Arbeit mit der neuen Version muss ich sagen, dass Thunderbird 3 wirklich sehr gut gelungen ist.

Mozilla Thunderbird Startbildschirm

Folgende neue Features bringt Thunderbird 3 mit:

  • Mail werden - ähnlich wie bei modernen Webbrowsern - in Tabs angezeigt
  • Neue Archivierungsfunktionen
  • Kompletter Mailbestand kann indiziert werden
  • Gruppierte Ordner für mehrere Email-Konten
  • Neue Attachement-Erkennung
  • Neue Suchergebnissseite mit Filtern und Zeitleiste
  • Verbesserte Integration von Google-Mail
  • Ein-Klick-Adressbuch
  • Anhang-Erinnerung: Thunderbird erinnert einen beim Erkennen des Wortes "Anhang" in einer Mail, diesen auch anzufügen

Wer noch eine alte Version von Thunderbird nutzt sollte aber nicht nur wegen all der neuen Features umsteigen. Aufgrund einer kritischen Sicherheitslücke, welche die 2er Version betreffen, ist der Umstieg sogar dringend angeraten!

Thunderbird 3 kann man hier beziehen: Mozilla Messaging - Thunderbird 3



Sichere Kurz-URLs: Bit.ly startet Kooperation mit Sicherheitsunternehmen


10 01 2010
Anfang Oktober hatte ich schon einen Beitrag zum Thema Sicherheit von Kurz-URLs geschrieben: Sicherheitsrisiko Kurz-URL - Kurze Adressen leicht enttarnen. In diesem Artikel hatte ich unter anderem ein Firefox-Plugin vorgestellt, welches anstatt der verkürzten Adressen wieder die lange Originaladresse anzeigt. Bei bit.ly - dem zur Zeit wohl populärsten URL-Verkürzer - will man nun vor allem Twitter-Nutzer vor den hinter den Links steckenden Gefahren schützen.

Dazu werden Kooperationen mit mehreren IT-Sicherheitsunternehmen eingegangen. Mit dabei sind neben Verisign iDefense und Websense auch der Antiviren-Hersteller Sophos. Verisign bringt in diese Kooperation seinen URL- und IP-Filter ein, von Websense wird der cloudbasierte Dienst Threatseeker genutzt um die URLs auf verdächtige Muster hin zu überprüfen, wie sie auf Phising- und Spamseiten auftreten.



Palm Pre: Software-Marktplatz "App Catalog" ab März 2010 auch in Europa


09 01 2010
Seit einigen Wochen ist das Smartphone Palm Pre in Deutschland verfügbar und auch wenn sich die Verkaufszahlen sehen lassen können, gibt es hier noch viel Luft nach oben. Um den Abstand zum allmächtigen iPhone zu verkürzen, wird im März dieses Jahres der Software-Marktplatz für das Palm Pre auch in Europa eingeführt. Dadurch soll der App Catalog von Palm für webOS weiter wachsen und um so potenzielle Kunden für das Palm Pre zu begeistern.

Aktuell befinden sich nur rund 1.000 Applikationen im App Catalog von Palm. Verglichen mit Apples App Store, der etwa 127.000 Anwendungen bereit hält oder Googles Android Market mit gut 16.000 Applikationen, ist das natürlich so gut wie nichts. Damit sich das ändert wird also bald Palms europäischer Ableger des Software-Marktplatzes erröffnet, um so auch weiter Entwickler anzulocken.

Wer seine Software im App Catalog verbreiten möchte, muss dafür jährlich 99 US-Dollar und pro App nochmals 50 US-Dollar bezahlen. Für kostenlose Opensource-Applikationen muss man als Entwickler aber keine Gebühren bezahlen.

Wer schon eine App entwickelt hat und diese im App Catalog anbieten möchte, sollte eine Email an appcatalog.ecommerce.europe@palm.com senden, um so sein Interesse zu bekunden. In der Mail sollte man Details über seine Firma und die entwickelte App hineinschreiben und dabei das folgende Format verwenden: Im Betreff der Mail sollte der Name der Firma stehen, gefolgt vom Namen der Anwendung. Beispiel:

  • Meine Firma - Meine Anwendung

In der Mail selbst sollte das folgende stehen:
  • Benutzername den man im Palm webOSdev hat
  • Details über die Kontaktperson (Name / Telefonnummer / Mobil-Nummer / Email)
  • Angaben über die Firma (Adresse / Telefon / Web-Adresse)
  • Beschreibung der Anwendung
  • Geplanter (gewünschter) Preis in Euro

Bei Fragen sollte man die Entwickler-Website besuchen, dort gibt es jede Menge Hilfestellung um eine erfolgreiche App entwickeln zu können: Palm Developer Center

Quelle: Palm Developer Center Blog