Echte mobile Daten-Flatrate für unter 20 Euro - aber nur in Österreich


28 10 2009
Die Österreicher haben es gut, den der dortige Mobilfunk-Netzbetreiber 3 hat seit letzter Woche eine echte Daten-Flatrate im Angebot. Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten (ohne neues Endgerät) kostet der Tarif 3 Data Flat nur 19,92 Euro pro Monat. Wer keinen 24 Monate laufenden Vertrag abschließen will, muss 24,90 Euro bezahlen. Also teilweise immer noch weniger, als für manchen DSL-Anschluss in Deutschland. Ganz wichtig: es gibt keine Drosselung der Bandbreite, so wie bei den meisten anderen Mobilfunk-Anbietern.

Wer Kunde bei 3 wird, darf dann aber nicht nur in Österreich die Flatrate nutzen, sondern auch in anderen Ländern, in denen 3 über ein eigenes Netz verfügt. Dazu gehören Australien, Dänemark, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Schweden.

Mehr Infos gibt es bei: drei.at




Google Suggest jetzt auch auf Ergebnisseiten


23 10 2009
Internet Marketing News hat schon vor zwei Tagen darüber berichtet, dass ab sofort auch auf den Suchergebnisseiten von Google.de, das beliebte Ajax-Feature "Google Suggest" zum Einsatz kommt.

Wie bei IMN nachzulesen ist, unterscheidet sich Google Suggest in Deutschland aber immer noch von Suggest in den USA. Unter google.com wird die Anzahl der Ergebnisse in der “Suggest-Box” nicht mehr angezeigt und zudem wird der Teil des Textes in der Vorschlagsliste fett markiert, der nicht vom Nutzer eingegeben wurde.

Google Suggest auf google.com mit fettmarkiertem Text



W3C startet neue Website mit nicht-validem CSS


22 10 2009
Aufgeräumter und moderner. So kann man kurz und knapp den Relaunch der Website des World Wide Web Consortiums beschreiben. Die Website wurde zwar schon im März als Beta-Version publik gemacht, seit dem 13. Oktober ist die Seite aber erst
offiziell online.

Kleine Ironie: Wie bei 456 Berea St zu lesen ist, ist das verwendete CSS nicht valide. Jagt man die Stylesheetdatei durch den hauseigenen CSS-Validator unter http://jigsaw.w3.org/css-validator/, erhält man stolze 28 Fehlermeldungen. 456 Berea St meint dazu, dass diese Fehler wohl durch Hacks für den geliebten Internet-Explorer entstehen. Naja, aber wie wir Schwaben sagen würden ein "Gschmäckle" hat's trotzdem, dass ausgerechnet beim W3C die eigenen Standards nich eingehalten werden.

CSS Validator Jigsaw - Fehler beim Check der W3C-Website




Neue Domain-Richtlinien: Ein- und zweistellige .de-Domains ab 23.10.2009


16 10 2009
Im Sommer letzen Jahres hatte ich an dieser Stelle schon darüber spekuliert, ob es bald wieder zweistellige .de-Domains geben könnte. Anlass war damals die Klage von Volkswagen auf die Freigabe der Domain vw.de. Volkswagen sah sich durch die Denic-Richtlinien gegenüber Mitbewerbern wie BMW mit bmw.de benachteiligt. Wenn ein Internet-Nutzer bmw.de eingebe lande er schließlich wie erwartet bei BMW, gebe er hingegen vw.de ein, lande er eben im digitalen Nirwana.

Jetzt hat die Denic angekündigt, dass ab dem 23.10.2009, also ab Freitag kommender Woche neue Richtlinien für die Domain-Vergabe gelten. Unter anderem fällt die Mindestlänge von drei Zeichen endgültig weg und somit werden db.de (Bahn), ix.de (Heise-Verlag), hq.de (HQ-Gruppe) nicht mehr die einzigsten zweistelligen Domains bleiben. Ab Freitag können somit folgende Domains registriert werden:

  • Einstellige Domains, wie z.B. a.de, oder b.de
  • Zweistellige Domains
  • Reine Ziffern-Domains, wie z.b. 12345.de
  • Domains die einem Kfz-kennzeichen entsprechen, also z.B. tbb.de, sha.de oder lb.de
  • Domains die einer anderen Top-Level-Domain entsprechen, also z.B. com.de oder gov.de


Wie ich eben am Ende der Denic-Pressemeldung lese, hat die Einführung der neuen Richtlinien tatsächlich mit der Klage von Volkswagen zu tun:

Nachdem die DENIC eG gemäß dem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 29. April 2008 verpflichtet gewesen wäre, die Second-Level-Domain „vw.de“ zuzulassen, entschied sich die in Frankfurt am Main ansässige Registrierungsstelle, eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einzureichen. Diese wurde jetzt durch BGH-Beschluss vom 29. September 2009 zurückgewiesen, so dass jetzt die Domain „vw.de“ für die Volkswagen AG registriert werden muss, solange es keine Top-Level-Domain .vw gibt. In der Zwischenzeit hat sich die DENIC eG mit weiteren internationalen Domainregistrierungsstellen ausgetauscht, die bereits 2-buchstabige Domains registrieren und hat zudem eigene technische Tests durchgeführt, um sich technisch auf die Entscheidung des BGH vorzubereiten. Nach sorgfältiger Prüfung und nach Abwägung aller Risiken hat sich die DENIC eG nun im Sinne der Internet-Community entschieden, ihre Registrierungsrichtlinien zu liberalisieren. Dieser Entscheidung stand bisher im Wege, dass sehr alte oder fehlerhaft konfigurierte Resolverversionen, deren weitere Verwendung nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, bei einem bestimmten Nutzungsszenario ein fehlerhaftes Verhalten aufweisen können.


Quelle: denic.de: Erweiterte DENIC-Richtlinien geben Spielraum für neue Domains unter der TLD .de

Siehe auch:

Blogtopf.de: Ein- und zweistellige .DE-Domains

Domainbuzz: Neue Regeln für .de Domainregistrierungen

dF Blog: DENIC erlaubt neue Domains (z.B. einstellig, zweistellig)



http - Doppelpunkt - Doppelslash: Tim Berners-Lee bezeichnet // als überflüssig


16 10 2009
Ich wette, dass sich jeder schon ein mal gefragt hat, warum in URLs nach dem http, bzw. https immer erst ein Doppelpunkt und dann zwei Schrägstriche stehen und insbesondere was der ominöse "Doppel-Slash" bedeutet? Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, hat jetzt eine Antwort auf diese Frage gegeben und die ist irgendwie überraschend - auch wenn man es sich schon immer gedacht hat. Der Sinn der zwei Schrägstriche ist nämlich folgender:

Es gibt keinen!

In einem Interview mit der New York Times wurde Berners-Lee gefragt, wenn er heute das www nochmals neu entwerfen könnte, ob er dann irgendetwas anders machen würde? Seine Antwort darauf hin war, dass er den Doppel-Slash über Bord werfen würde. Damals sei das zwar eine typische Konvention bei der Programmierung gewesen, aber letztendlich sei er doch entbehrlich.

The double slash, though a programming convention at the time, turned out to not be really necessary, Mr. Berners-Lee explained.

Siehe auch:

New York Times - The Web’s Inventor Regrets One Small Thing

TecChannel.de - Internet-Pionier entschuldigt sich für // in URLs